Forum Replies Created
- AuthorPosts
- May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Massenwirkungsgesetz, 3 (GW-12)Gegeben seien nachfolgende Reaktionen. Gleiche diese nötigenfalls aus und definiere für jede (ausgeglichene) Reaktion das Massenwirkungsgesetz.
Hinweis 1: Vergiss die Einheiten nicht und kürze soweit wie möglich
Hinweis 2: Verwende für das Ausgleichen ganze Zahlen, keine Brüche- H2 + O2 ⇄ H2O
- Br2 + H2 ⇄ HBr
- N2 + H2 ⇄ NH3
- N2O5 ⇄ NO2 + O2
- A + 2 B ⇄ 3 C + 4 D (schon ausgeglichen!)
- H2O2 ⇄ H2O + O2
- CH4 + O2 ⇄ CO2 + H2O
- Fe + O2 ⇄ Fe2O3
- N2 + H2 ⇄ NH3
- HCl + NaOH ⇄ NaCl + H2O
- CaCO3 ⇄ CaO + CO2
- KClO3 ⇄ KCl + O2
- Zn + HCl ⇄ ZnCl2 + H2
- AgNO3 + NaCl ⇄ AgCl + NaNO3
#3297
Lösung: - 2·H2 + O2 ⇄ 2·H2O
K = c2(H2O)/(c2(H2)·c(O2))
Einheit: (mol/l)^2/((mol/l2)·(mol/l)) = 1/(mol/l) = l/mol - Br2 + H2 ⇄ 2·HBr
K = c2(HBr)/(c(Br2)·c(H2))
Einheit: (mol/l)^2/(mol/l · mol/l)
Einheiten kürzen sich weg - 1·N2 + 3·H2 ⇄ 2·NH3
K = c2(NH3)/(c(N2)·c3(H2))
Einheiten: (mol/l)^2/(mol/l)^4 = (l/mol)2 - 2·N2O5 → 4·NO2 + 1·O2
K = c4(NO2)·c(O2)/c2(N2O5)
Einheiten: (mol/l)2 - A + 2 B ⇄ 3 C + 4 D (schon ausgeglichen!)
K = c3(C)·c4(D)/(c(A)·c2(B))
Einheiten: (mol/l)4 - 2·H2O2 ⇄ 2·H2O(l) + O2
K = (c2(H2O)·c(O2))/c2(H2O2)
Einheiten: (mol/l)^3/(mol/l)^2 = (mol/l) - CH4 + 2·O2 ⇄ CO2 + 2·H2O(l)
K = (c(CO2)·c2(H2O))/(c(CH4)·c2(O2))
Einheiten: (mol/l)^3/(mol/l)^3 = 1 - 4·Fe(s) + 3·O2 ⇄ 2·Fe2O3(s)
K = c2(Fe2O3)/(c4(Fe)·c3(O2))
Einheiten: (mol/l)^2/(mol/l)^7 = (mol/l)(-5) = (l/mol)5 - N2 + 3·H2 ⇄ 2·NH3
K = c2(NH3)/(c(N2)·c3(H2))
Einheiten: (mol/l)^2/(mol/l)^4 = (mol/l)(-2) = (l/mol)2 - HCl + NaOH ⇄ NaCl + H2O(l)
K = (c(NaCl)·c(H2O))/(c(HCl)·c(NaOH))
Einheiten: (mol/l)^2/(mol/l)^2 = 1 - CaCO3(s) ⇄ CaO(s) + CO2
K = (c(CaO)·c(CO2))/c(CaCO3)
Einheiten: (mol/l)^2/(mol/l) = (mol/l) - 2·KClO3(s) ⇄ 2·KCl(s) + 3·O2
K = (c2(KCl)·c3(O2))/c2(KClO3)
Einheiten: (mol/l)^5/(mol/l)^2 = (mol/l)3 - Zn(s) + 2·HCl ⇄ ZnCl2 + H2
K = (c(ZnCl2)·c(H2))/(c(Zn)·c2(HCl))
Einheiten: (mol/l)^2/(mol/l)^3 = (mol/l)(-1) = (l/mol) - AgNO3 + NaCl ⇄ AgCl(s) + NaNO3
K = (c(AgCl)·c(NaNO3))/(c(AgNO3)·c(NaCl))
Einheiten: (mol/l)^2/(mol/l)^2 = 1
Einheiten kürzen sich weg
Lösung: Es gilt K = [Produkte]/[Edukte]
Je nachdem wie gross die Konzentrationen sind, können drei Bereiche erreicht werden:- 0 < K < 1; das heisst, dass [Produkte] < [Edukte]
Das Gleichgewicht liegt auf der Seite der Edukte - K > 1; das heisst, dass [Produkte] > [Edukte]
Das Gleichgewicht liegt auf der Seite der Produkte - K = 1; das heisst, dass [Produkte] = [Edukte]
Weder die Edukte noch die Produkte liegen in der Mehrheit vor, das GW
ist ausgeglichen
Lösung: Es gilt: Edukte ⇄ Produkte
K = [Produkte]/[Edukte] ; Einheit: [mol/L]/[mol/L]
Je nach Reaktion kann es sein, dass sich die Einheiten wegkürzen.May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:RGT-Regel (GW-06)Um welchen Faktor x steigt der Anteil der Moleküle, welche eine Energie von Ea aufweisen, bei einer Temperaturerhöhung um 10 Kelvin?
Diverse Hinweise:- Der Zusammenhang zwischen der Temperatur und k (gesuchter Wert bei einer bestimmten Temperatur) ergibt sich mit folgender Arrhenius-Gleichung:
- k = A · e(-Ea/R·T)
- A Konstante, charakteristisch für die jeweilige Reaktion
- Ea, Aktivierungsenergie, 100 kJ/mol, typischer Wert für viele Reaktionen
- R: Gaskonstante, 8.314 J/(mol·K)
#3291
Lösung: - Die Temperaturerhöhung betrage 10 Kelvin. Es wird (willkürlich) angenommen, dass T1 z.B. 300K und T2 310 K seien
- k(T=300K) = A · 3.87 · 10-18
- k(T=310K) = A · 1.41 · 10-17
- Verhältnis k(T=310K)/k(T=300K) = 3.7
Der berechnete Wert von ca. 4 (genau 3.7) entspricht genau der RGT-Regel, welche besagt, dass bei einer Temperaturerhöhung um 10 Grad (oder 10 Kelvin) die Reaktionsgeschwindigkeit sich um den Faktor 2-3 erhöht. Dies entspricht nicht genau der Prognose von 3.7, kann aber durch nicht erfolgreiche Stösse (Anordnung der Moleküle) erklärt werden.
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Kollisionstheorie (GW-05)Gegeben seien folgende Edukte. Gib an, wie viele (theoretische) Kollisionen es geben könnte zwischen den Edukten.
Es gilt die Annahme, dass die Reaktionsgeschwindigkeit v proportional zu den Anzahl der Kollisionen sei
Des weiteren gilt, dass alle Eduktteilchen miteinander reagieren müssen- A + B
- A, B, D
- F, G, X, Z
- 2A + B
- 3A + 2B
#3289
Lösung: - Anzahl Kollisionen proportional zu c(A)·c(B)
- v prop. c(A)·c(B)·c(D)
- v prop. c(F)·c(G)·c(X)·c(Y)
- v prop. c(A)·c(A)·c(B) = c2(A)·c(B)
- v prop. c(A)·c(A)·c(A)·c(B)·c(B) = c3(A)·c2(B)
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Chemisches Gleichgewicht, Geschwindigkeitsraten (GW-04)Gegeben seien nachfolgende Reaktionen. Gleiche jede Reaktion aus, sodass …
… ganze (!) Zahlen als Koeffizienten vorkommen
… für jede Substanz ihre Geschwindigkeitsrate (d[X]/dt) angegeben wird.
a) Br2 + H2 ⇄ HBr
b) N2O5 → NO2 + O2
c) A + 2 B → 3 C + 4 D (schon ausgeglichen!)
#3287
Lösung: a) Br2 + H2 ⇄ 2·HBr
-d[Br2]/dt = -d[H2]/dt = + 1/2·d[HBr]/dt
b) 2·N2O5 → 4·NO2 + 1·O2
-1/2·d[N2O5]/dt = + 1/4·d[NO2]/dt = + d[O2]/dt
c) A + 2·B → 3·C + 4·D
– d[A]/dt = -1/2·d/dt = + 1/3·d[C]/dt = + 1/4·d[D]/dt
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Chemisches Gleichgewicht, Geschwindigkeit, Definition (GW-03)Gegeben sei eine beliebige Reaktion, die Edukte gehen über zu den Produkten.
a) Wie sind ganz allgemein die Geschwindigkeitsraten definiert?
b) Was gilt für die Edukte, was gilt für die Produkte?
#3285
Lösung: a) Die Geschwindigkeitsrate ist definiert als die Veränderung der Konzentration über die Zeit, oder kurz: v= Änderung der Konzentration dividiert durch die Änderung der Zeit
noch kürzer: v = Δc / Δt
Beachte, das v immer eine positive Grösse sein muss (Definition)
b) Aus der Definition (v muss positiv sein), ergibt sich somit:
v(Edukte) = – Δ(Edukte)/Δt = -d[Edukte]/dt
v(Produkte) = + Δ(Produkte)/Δt = +d[Produkte]/dtMay 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Definition Reaktionsgeschwindigkeit (GW-02)Wie ist die Geschwindigkeit (einer Reaktion) definiert?
#3283
Lösung: v = dc / dt oder in Worten:
Die Veränderung einer Konzentration über die Zeit hinwegMay 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Beeinflussung Reaktionsgeschwindigkeit (GW-01)Welche Faktoren beeinflussen die Reaktionsgeschwindigkeit?
#3281
Lösung: - Konzentration
- Temperatur
- Zerteilungsgrad
- Katalysator
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Gemischte-Aufgabe (ZMK-70)Zeichne die Lewisformeln der folgenden Moleküle. Trage die Partialladungen (nicht C-H) ein. Gib jeweils an, welches Dipole sind und welche Moleküle untereinander Wasserstoffbrückenbindungen ausbilden. Nenne die entscheidende zwischenmolekulare Wechselwirkung unter sich selbst. Beurteile, ob sich die Substanz mit dem gegebenen Molekül mischen würde.
Aufgabenstellung komplett [hier] als pdf
Lewisformel Dipolmoment H-Brücke ZMK? Mischbar mit .. {a) } HCl{Heptan }, C_7_H16{b) } CH4{Wasser}{c) } CH2O{Wasser}{d) } H3CCl{Wasser}{e) } CCl4{Wasser}{f) } CH3CH2CH2CH2SH{Olivenöl}{g) } HCOOH{Heptan }, C7H16{h) } He{Pentanol } C5H11OH{i) } H2S{Wasser}{j) } NH3{Ethanol} CH3CH2OH
#3279
Lösung: Lewisformel Dipolmoment H-Brücke ZMK? Mischbar mit .. {a) } HClH-Cl{ja}{nein}{Dipol-Dipol}{Heptan }, C7H16{nein}{b) } CH4$L(1.2){C}<_(A135)H><_(A-135)H><_(A45,w+)H><_(A-45,d+)H>{nein}{nein}{VdW}{Wasser}{nein}{c) } CH2OH\$L(1.0)C<`/H>=O { }{ja}{nein}{Dipol-Dipol}{Wasser}{ja}{d) } H3CCl$L(1.2){C}<_(A135)H><_(A-135)H><_(A45,w+)H><_(A-45,d+)Cl>{ja}{nein}{Dipol-Dipol}{Wasser}{ja}{e) } CCl4$L(1.2){C}<_(A135)Cl><_(A-135)Cl><_(A45,w+)Cl><_(A-45,d+)Cl>{nein}{nein}{VdW}{Wasser}{nein}{f) } CH3CH2CH2CH2SHH\C/C\C/C\S/H; $slope(60)H/#2\H; H\#3/H; H/#4\H; H\#5/H;{ja, schwach}{nein}{VdW}{Olivenöl}{ja}{g) } HCOOHH/C`|O|\O/H{ja}{ja}{H-Brücken}{Heptan }, C7H16{nein}{h) } HeHe{nein}{nein}{VdW}{Pentanol } C5H11OH{ja, schwach}{i) } H2SH/S\H{ja}{nein}{Dipol-Dipol}{Wasser}{ja}{j) } NH3H`\$dots(U)N<_(A100,w+)H>`/dH{ja}{ja}{H-Brücken}{Ethanol} CH3CH2OH{ja}Aufgabenstellung komplett [hier] als pdf
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Prognose, 13 (ZMK-63)Erkläre, wieso sich Hexanol nicht mit Wasser mischt, Ethanol hingegen schon. Sollte sich Propan-1,2-Diol mit Hexanol oder Ethanol besser mischen?Hexanol H-C-C-C-C-C-C-O-H; H|#2|H; H|#3|H; H|#4|H; H|#5|H; H|#6|H; H|#7|HEthanol H-C-C-OH; H|#2|H; H|#3|HPropan-1,2-Diol H-C-C-C-O-H; H|#2|H; H|#3|O|H; H|#4|H
#3277
Lösung: Teilfrage 1: Hexanol hat zwar einen polaren Teil (-OH), jedoch einen viel grösseren nicht polaren Teil und mischt sich daher nicht mit Wasser. Ethanol hingegen hat ebenfalls den polaren OH-Teil, jedoch einen viel kleineres nicht polares Kohlenwasserstoffgerüst. Daher mischt sich Ethanol gut mit dem polaren Wasser.
Teilfrage 2: Propan-1,2-Diol weist 2 polare OH-Teile auf und 3 nicht polare C-H Teil. Somit kann gesagt werden, dass der polare Anteil des Moleküls überwiegt und die Substanz sich in einem polaren Lösungsmittel lösen sollte. Als Wahl bietet sich z.B. Wasser als auch Ethanol an.
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Prognose, 12 (ZMK-62)Gegeben seien die folgenden Stoffe. Erkläre auf Teilchenebene den unterschiedlichen Aggregatzustand bei Zimmertemperatur (20°C).Stoff {Formel}Aggregatzustand A: Propan CH3CH2CH3gasförmig B: Propanol CH3CH2CH2OHflüssig C: Dodecan CH3(CH2)10CH3flüssig D: Dodecanol CH3(CH2)10CH2OHfest
#3275
Lösung: - Propan und Dodecan (A sowie C): jeweils nur Kohlenwasserstoffgerüste vorhanden und somit nur Van-der-Waals-Kräfte. Bei C liegt eine lange Kohlenwasserstoffkette vor, viele VdW-Kräfte im Gegensatz zu A, welches nur eine kurze Kette vorliegen hat. C hat somit mehr VdW-Kräfte als A, flüssiger Aggregatzustand.
- Propanol sowie Dodecanol (B sowie D): D macht mehr VdW-Kräfte wie B, da dieses eine längere Kohlenwasserstoffkette vorliegen hat. Zusätzlich machen beide noch Wasserstoffbrückenbindungen, daher liegt D sogar im festen Zustand vor.
- Dodecan sowie Dodecanol (C und D): D macht zusätzlich zu C noch Wasserstoffbrückenbindungen, daher macht D (im Vergleich nun zu C) unter sich mehr Wechselwirkungen und liegt daher im festen Aggregatzustand vor.
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Prognose, 11 (ZMK-61)Gegeben seien die untenstehende Moleküle, wobei folgendes gelte: 1,2-Propandiol ist dickflüssiger als 1-Propanol, jedoch dünnflüssiger als 1,2,3-Propantriol.
a) Erkläre auf Teilchenebene die unterschiedliche Viskosität (Zähflüssigkeit).
b) Zeichne ein Netz von 5 Propanolen mit dem Aufbau R-OH (R sei ein Rest von CH_2CH_3)1-Propanol H-C-C-C-O-H; H|#2|H; H|#3|H; H|#4|H1,2-Propandiol H-C-C-C-O-H; H|#2|H; H|#3|O|H; H|#4|H1,2,3-Propantriol H-C-C-C-O-H; H|#2|O|H; H|#3|O|H; H|#4|H
Lösung: a)
- Beim Fliessen bewegen sich Moleküle aneinander vorbei
- Je schwächer die Kräfte zwischen den Molekülen ist, umso eher einfacher ist das Fliessen, resp. desto dünnflüssiger ist die Substanz
- Der Hauptunterschied der drei Substanzen liegt in der Anzahl der -OH Bindungen und somit der Möglichkeit, Wasserstoffbrückenbindungen auszubilden. Je mehr -OH-Bindungen zur Verfügung stehen, desto mehr Wasserstoffbrückenbindungen gibt es also.
- 1,2,3-Propantriol kann am meisten Wasserstoffbrückenbindungen (mit sich selbst untereinander) machen und ist daher am dickflüssigsten und 1-Propanol am dünnflüssigsten.
b)
Lösung: Die beiden gezeichneten Moleküle:
{A: } /\OH { resp. : } H-C<`|H><|H>-C<`|H><|H>-$dots(TR)O|H{B: } /O\ { resp. : } H-C<`|H><|H>-$dots(TB)O-C<`|H><|H>-HUm eine Prognose der Siedepunkte machen zu können, gilt es, alle möglichen ZMKs zu berücksichtigen:
- VdW-Kräfte: Beide Moleküle machen die gleichen Beiträge, da ja die gleiche Summenformel vorliegt und somit auch die Summe der Elektronen gleich wäre (jeweils 26 Elektronen)
- Dipol-Dipol-Ww: Beide Moleküle sind insgesamt gesehen polar, oder anders ausgedrückt: der polare Teil des Moleküls (Verknüpfungen mit O) überwiegt, der nicht polare Teil (Verknüpfungen C-H) ist kleiner
- Wasserstoffbrücken: Nur A kann Wasserstoffbrückenbindungen ausbilden, B nicht (H muss an O, F oder N gebunden sein)
- Quintessenz: Prognose Sdp(A) > Sdp(B)
- Das Experiment bestätigt unsere Prognose: A 78°C , B -25°C
Lösung: - Bei D handelt es sich um ein Salz, es sind also Ionen vorhanden
- Kohlendioxid, C, ist nicht polar und macht nur Van-der-Waals-Wechselwirkungen
- A und B sind beide polar, jedoch macht nur B Wasserstoffbrückenbindungen
- Quintessenz: Sdp(D) > Sdp(B) > Sdp(A) > Sdp(C)
Lösung: - A und C können Wasserstoffbrückenbindungen machen, B und D nicht
- C kann doppelt so viele Wasserstoffbrückenbindungen machen wie A
- B macht mehr VdW-Wechselwirkungen als D
- Quintessenz: Sdp(C) > Sdp(A) > Sdp(B) > Sdp(D)
Lösung: - Alle Verbindungen sind Carbonsäuren und somit in der Lage, Wasserstoffbrückenbindungen auszubilden, polar.
- Sie sind aber unterschiedlich 'gross', sprich haben jeweils eine unterschiedliche totale Anzahl Elektronen, was hier wiederum entscheidend ist.
- Quintessenz: Sdp(B) > Sdp(A) > Sdp(D) > Sdp(C)
Lösung: - Alle Verbindungen sind reine Kohlenwasserstoff-Verbindungen, also gibt es nur Van-der-Waals-Wechselwirkungen.
- Van-der-Waals-Kräfte sind eine Funktion der totalen Anzahl Elektronen
- Quintessenz: Sdp(D) > Sdp(A) > Sdp(C) > Sdp(B)
- Experiment: Sdp(A)=341 K ; Sdp(B)=272K ; Sdp(C)=309K ; Sdp(D)=372 K
Lösung: - Alle sind polar, alle machen Wasserstoffbrückenbindungen. Einziger Unterschied: die Van-der-Waals-Kräfte als Funktion der totalen Anzahl Elektronen unterscheidet sich von Molekül zu Molekül
- Quintessenz: Sdp(D) > Sdp(B) > Sdp(C) > Sdp(A)
- Experiment: Sdp(A)=351 K ; Sdp(B)=411K ; Sdp(C)=391K ; Sdp(D)=430 K
Lösung: - A und B können Wasserstoffbrückenbindungen machen, C nicht: C hat daher den tiefsten Sdp
- A kann mehr Wasserstoffbrückenbindungen machen als B
- Quintessenz: Sdp(A) > Sdp(B) > Sdp(C)
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Prognose, 3 (ZMK-53)Gegeben seien folgende Moleküle. Ordne die folgenden Moleküle in der Reihenfolge ihres Siedepunkts, startend vom höchsten zum tiefsten Siedepunkt (Sdp.).{A:}\/<`|O|>\OH{B:}\/<`|O|>\ONa {resp.} \/<`|O|>$C()\O^- Na^+{C:}\/<`|O|>\O/{D:}HO/<`|O|>\/<`|O|>\OH
#3257
Lösung: - nur B kann ionische Bindungen machen: höchster Sdp
- A und D können Wasserstoffbrückenbindungen machen, wobei D mehr Möglichkeiten hat wie A
- C ist polar, sonst keine ionische resp. Wasserstoffbrückenbindungsmöglichkeiten, daher tiefster Sdp
- Quintessenz: Sdp(B) > Sdp(D) > Sdp(A) > Sdp(C)
Lösung: - Die Moleküle A und D bilden nur Van-der-Waals-Kräfte aus
- B und C sind zusätzlich polar
- nur B kann Wasserstoffbrückenbindungen machen.
- Aufgrund dieser Fakten gilt: Substanz B hat den höchsten Siedepunkt
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Prognose, 1 (ZMK-51)Gegeben seien folgende Moleküle. Ordne die folgenden Moleküle in der Reihenfolge ihres Siedepunkts, startend vom höchsten zum tiefsten Siedepunkt (Sdp.).{A:}CH3CH2CH2CH3{B:}CH3CH2OCH3{C:}CH3CHOHCH2CH3{D:}(CH3)3C-ONa {resp. } (CH3)3C-O^- Na^+
#3253
Lösung: - Die Verbindung D ist ionisch und hat somit den höchsten Siedepunkt
- C enthält eine -OH-Verbindung, kann also Wasserstoffbrückenbindungen ausbilden
- B ist im Gegensatz zu A polar
- Aufgrund dieser Fakten gilt: Sdp(D) > Sdp(C) > Sdp(B) > Sdp(A)
Lösung: - Grundgedanke: Das heisse Wasser kühlt sich ab, das kalte Wasser erwärmt sich
- Es gelten folgende Abkürzungen: H für Heiss, K für Kalt, M für Mischung
- Das Eis muss zuerst geschmolzen werden (Lf ist die benötigte Energie) und kann dann erst auf die Mischtemperatur erwärmt werden
- Q(100℃ → TM) = Q(Eis schmelzen, 0℃ → TM)
- mH · cw · (100℃ – TM) = mK·Lf + mK · cw · (TM – 0℃ )
- Celsius in Kelvin umrechnen, mH = mK = m (!)
- m·cw·(373K-TM) = m·Lf +m·cw·(TM-273K)
- TM = [cw·(373k+273k)-Lf]/(2·cw)
- TM = [4.185kJ/kgK·(373k+273k)-335.5kJ]/(2·4.185kJ/kgK) = 283.2 K = 10.2℃
Die Mischung hätte also eine Temperatur von ca. 10 Grad Celsius.
Lösung: Stoff M(g/mol) m(g) n(mol) NaCl 58.5 1000 1000/58.5 =17.09 H2O 18 1846 6·17.09 = 102.56 a) Es braucht also 1846 Gramm Wasser um jede Natriumion mit jeweils 6 Wassermolekülen zu umhüllen. b) Da pro NaCl je ein Na+ sowie ein Cl– vorhanden sind, braucht es also doppelt soviel Wasser also total 3692 Gramm Wasser.
May 28, 2026 at 4:00 pm in reply to:Wasserstoffbrückenbindungen (ZMK-32)Gegeben seien folgende Moleküle. Ist pro Teilaufgabe nur ein Molekül gegeben, so sollen – falls möglich – Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Molekülen eingezeichnet werden.
Sind pro Teilaufgabe zwei verschiedene Moleküle gegeben, so sollen – falls möglich – Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den beiden verschiedenen Molekülen eingezeichnet werden.
Die nicht bindenden Elektronenpaare sind hier als Doppelpunkte eingetragen.{a) } {Wasser}{b) } H2O + NH3{c) } NH3{d) } HF{e) } CH3OH{f) } CH3OCH3{g) } CH3F
#3247
Lösung: {a) } H2O + H2O{:}H-$dots(RB)O<`|H> _(x2,y,H)H-$dots(RB)O<`|H>{b) } H2O + NH3{:}H-$dots(BR)O<`|H> _(x2,y,H)H-$dots(R)N<`|H><|H>{b) … oder }H-$dots(B)N<`|H>-H_(x2,y,H) $dots(LR)O<`|H>|H{b) … oder }H|$dots(LB)O-H_(x2,y,H) $dots(L)N<`|H><|H>-H{c) } NH3+ NH3{:}H-$dots(R)N<`|H><|H> _(x2,y,H)H-$dots(R)N<`|H><|H>{d) } HF + HF{:}H-$dots(TRB)F _(x2,y,H)H-$dots(TRB)F{e) } CH3OH + CH3OHH-C<`|H><|H>-$dots(TB)O-H_(x2,y,H) $dots(LB)O<`|H>-C<`|H><|H>-H{f) } H-C<`|H><|H>-$dots(TB)O-C<|H><`|H>-H{keine H-Brücken möglich, H nicht an O gebunden}{g) } H-C<`|H><|H>-$dots(TBR)F{keine H-Brücken möglich, H nicht an F gebunden}May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Eselsbrücke FöHN (ZMK-31)Wie verwendet man das Wort FÖHN in Chemie?
#3245
Lösung: Diese Eselsbrücke verweist auf die Zutaten einer H-Brücke: Antwort siehe unter ZMK, Wasserstoffbrücken.
May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Wann können Wasserstoffbrücken gebildet werden (ZMK-30)Erkläre was Wasserstoffbrücken sind.
#3243
Lösung: Zur Ausbildung von H-Brücken braucht es verschiedene Zutaten: Ein Atom, welches ….
- an eines der Atome F, O oder N kovalent gebunden ist. Konkret also irgendeine Kombination mit F-H, O-H oder N-H.
- Auf der Gegenseite (also gegenüber des Wasserstoffs via F-H, O-H resp. N-H) ein freies Elektronenpaar (wiederum Bestandteil eines F, N oder O-Atoms)
- Zu guter Letzt muss die räumliche Anordnung linear sein; z.B.: -O-H · · · | .
Beachte, dass die H-Brücke nicht wie die kovalente Bindung mit einem Strich sondern mit (ca.) drei Punkten angedeutet wird.
Als Merkregel kann das Wort 'FöHN' verwendet werden. Beispiel einer Wasserstoffbrückenbindung zwischen zwei Wassermolekülen:
Lösung: - HF ist polarer als HCl, weil … :
HF: ΔEN 1.8 , HCl: ΔEN 1.4
Daher: Sdp(HF) > Sdp(HCl)
Experiment: Sdp(HF) = 20°C, Sdp(HCl) = -84°C, - H2O polarer als H2S, weil …
H2O: ΔEN 1.3 , H2S: ΔEN 0.2
Daher: Sdp(H2O) > Sdp(H2S)
Experiment: Sdp(H2O) = 100°C, Sdp(H2S) = -60°C,
Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist, dass HF sowie aus H2O jeweils Wasserstoffbrückenbindungen mit sich bilden können. Daher liegen ihre Siedepunkte sicherlich auch höher.
May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Polarität bestimmen 3 (ZMK-23)Gegeben seien folgende Moleküle. Markiere die nicht polaren Teile gelb und die polaren Teil grün. Beurteile, welcher Teil überwiegt und gib somit an, ob die Substanz insgesamt polar oder nicht polar wäre.
Hinweis: es gilt die Regel, dass 5 nicht polare Teile (z.B. CH2) ungefähr einem polaren Teil (z.B. COOH) entspricht{a) } H-C<`|H><|H>-C<`|H><|H>-$dots(TR)O|H{b) } $slope(55)H\C<`/H>_(x1,N2)C<\H>/OH{c) } H-C<`|H><|H>-C<`|H><|H>-C<`|H><|H>-C<`|H><|H>-C<`|H><|H>-C<`|H><|H>-$dots(TR)O|H{}
#3239
Lösung: {gelb: nicht polarer Teil}{grün: polarer Teil}{a) } H-C<`|H><|H>-C<`|H><|$bg(yellow,to:1;6)H>-$dots(TR)O|$bg(lime,to:8;8)H{Substanz polar}{b) } $slope(55)H\C<`/H>_(x1,N2)C<\$bg(yellow,to:1;1)H>/O$bg(lime,to:6;6)H{Substanz polar}{c) } H-C-C-C-C-C-$bg(yellow,to:1;6)C-$bg(lime,to:1;1)O-$bg(lime,to:1;1)H; $bg(yellow,to:1;7)H|#2|$bg(yellow,to:3;7)H; H|#3|H; H|#4|H; H|#5|H; H|#6|H; H|#7|H{Substanz nicht polar}May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Polarität bestimmen 2 (ZMK-22)Zeichne folgende Moleküle unter Berücksichtigung des Bindungswinkels. Zeichne die relevanten Dipolmomente und entscheide, ob sich diese aufheben und das Molekülzeichnen somit nicht polar ist oder ob die Dipolmomente sich nicht aufheben und das Molekül somit polar wäre.
Hinweis: die nicht bindenden Elektronenpaare sind als Punkte dargestellt
Hinweis: beachte, dass die C-H Dipolmomente nicht beachtet werden, da die EN-Werte von C und H sehr ähnlich sind- Wasser
- Kohlendioxid
- CH2O
- CH3OH
- C2H2
- C2H4
- CH3NO
- CH3F
- CH3NH2
#3237
Lösung: Musterlösung [hier] als pdf
{a) } H-$dots(TR)O|HH_(x+1.5,y+0,>)O_(x,y+1.5,<)H{Dipolmomente heben sich nicht auf}{polar}{b) } $dots(LbBlLtTl)O=C=$dots(TrRtRbBr)OO_(x+1.4,y+0,<)C_(x+1.4,y+0,>)O{Dipolmomente heben sich auf}{nicht polar}{c) } H/C`|$dots(LtTlTrRt)O|\HC_(x,y-1.5,>)O{Dipolmoment hebt sich nicht auf}{polar}{d) } H-C<`|H><|H>-$dots(TR)O|HC_(x+1.1,y,>)O_(x+0,y+1.5,<)H{Dipolmomente heben sich nicht auf}{polar}{e) } H-C%C-H{nur apolare C-H-Bindungen}{nicht polar}{f) } $slope(55)H\C<`/H>_(x1,N2)C<\H>/H{nur apolare C-H-Bindungen}{nicht polar}{g) } H-C<`|H><|H>-$dots(RbBr)N/$dots(TR)O`/C_(x+1.2,y+0,>)N_(x+1.1,y-1.3,>)O{Dipolmomente heben sich nicht auf}{polar}{h) } H-C<`|H><|H>-$dots(TRB)FC_(x+1.4,y+0,>)F{Dipolmoment heben sich nicht auf}{nicht polar}{i) } H-C<`|H><|H>-$dots(B)N<`|H>-HC_(x+1.2,y+0,>)N<_(x,y-1.5,<)H>_(x+1.5,y,<)H{Dipolmoment heben sich nicht auf}{nicht polar}May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:DD-Wechselwirkung (ZMK-21)Was genau ist eine Dipol-Dipol Wechselwirkung?
#3235
Lösung: Die Dipol-Dipol-Wechselwirkungen gehören zu den ZMK's. Weisen die Moleküle jeweils einen permanenten Dipol ('zwei Pole', bisschen negativ wie auch bisschen positiv geladen) auf, so können sie sich aufgrund ihres Dipolcharakters gegenseitig anziehen.
Lösung: Im ersten Schritt geht es darum, das Molekül korrekt zu zeichnen, inklusive Bindungswinkel. Danach wird jede Bindung einzeln betrachtet und aufgrund der EN-Werte der beteiligten Atom die Polaritätsrichtung entschieden. Dies indem vom elektropositiveren Atom zum elektronegativeren Atom die Polaritätsrichtung definiert sei. Im dritten Schritt werden die gezeichneten Pfeile ('Vektoren') addiert. Ergibt eine resultierende Kraft, so weist das Molekül einen (permanenten) Dipol auf. Oder auch anders gesagt: es ist polar. Als Vereinfachung gelte, dass C-H Bindungen üblicherweise für die Entscheidung nicht hinzu gezogen werden müssen, da die EN-Werte der C resp. H-Atome praktisch identisch sind.
May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Prognose Siedepunkt Halogen (ZMK-16)Ordne die folgenden Stoffe nach steigenden Siedepunkten: Br2, Cl2, H2, I2, N2, Ne.
#3231
Lösung: Alle Moleküle sind nicht polar und können daher nur Van-der-Waals-Kräfte ausbilden. Somit gilt es die totale Anzahl der Elektronen pro Molekül zu bestimmen:
Anzahl e– Experiment Sdp. H2 2 -253°C Ne 10 -246°C N2 14 -196°C Cl2 34 -34°C Br2 70 59°C I2 106 186°C Werden die Stoffe aufgrund der Elektronenanzahl sortiert, so ergibt sich die (nur experimentell zugängliche) Abfolge der Siedepunkte.
May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Prognose Siedepunkt H_2 vs He (ZMK-15)Gegeben seien H2 sowie He. Welche dieser beiden Substanzen hat den höheren Siedepunkt?
#3229
Lösung: Es kommen nur VdW-Kräfte vor, die Anzahl der Elektronen beträgt jeweils 2 Elektronen. Da die Anzahl der Elektronen gleich ist (oder für andere Beispiele sehr ähnlich wäre) muss in diesem Fall über die Oberfläche des H2 resp. He eine Prognose gemacht.
Prinzipiell gilt ja, dass der Durchmesser (resp. Radius) eines Atoms im PSE von links nach rechts abnimmt, d.h. r(H) > r(He). Somit gilt natürlich auch folgendes: Oberfläche(H2) > Oberfläche(He).
Da sich die Elektronen nun auf der grösseren Oberfläche besser verteilen können und somit die VdW-Kraft schwächer wird, gilt: Sdp(H2) > Sdp(He) . Das Experiment bestätigt auch diese Vermutung (Sdp(H2) = -253℃ Sdp(He) = -269℃May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:VdW-Kraft, Anzahl Elektronen (ZMK-14)Bestimme die Anzahl der Elektronen folgender Moleküle resp. Atome.- C6H12O6
- C3H6O
- H2O
- NaBr
- Na
- Na+
- H3O+
- CO2-3
#3227
Lösung: Mittels der Ordnungszahl (=Anzahl Protonen) eines Elementes kann auf die Anzahl der Elektronen geschlossen werden: nämlich identisch bei neutralen Elementen, entsprechend angepasst bei negativer oder positiver Ladung.
- C6H12O6 → 6·6+12·1+6·8 = 96 Elektronen
- C3H6O → 3·6+6·1+8 = 32 Elektronen
- H2O → 2·1+8 = 10 e–
- NaBr → 11+35 = 46 e–
- Na → 11 e–
- Na+ → 11-1= 10 e–
- H3O+ → 3·1+8-1 = 10 e–
- CO2-3 6+3·8+2 = 32 e–
May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Def VdW-Kraft, 3 (ZMK-13)Welchen Siedepunkttrend kann man für zweifache ionisierte Heliumatome gemäss der ZMK erwarten? Grösser als 0 K? Weshalb?
#3225
Lösung: Bei zweifach ionisierten Heliumatomen handelt es sich um He2+
- He2+ machen keine keine VdW-Kräfte, da ja keine Elektronen vorhanden sind.
- Dipol-Dipol-Wechselwirkungen sind ebenfalls nicht vorhanden, da die Atome keinen permanenten Dipol aufweisen. Im Gegenteil, es sind Monopole vorhanden (He2+), welche sich gegenseitig abstossen
- Wasserstoffbrückenbindungen sind nicht möglich, da keine Wasserstoffatome vorhanden sind
Quintessenz: Die Teilchen stossen sich voneinander ab. Somit gäbe es keinerlei Gründe für He2+ als Feststoff auch bei 0 Kelvin vorzuliegen. Oder anders formuliert: Der Siedepunkt läge nach der aktuellen Theorie bei 0 Kelvin.
May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Def VdW-Kraft, 2 (ZMK-12)Welche Moleküle oder Atome machen keine VdW-Kräfte?
#3223
Lösung: VdW-Kräfte beruhen auf Elektronen. Atome ohne Elektronen wären positiv geladen (z.B. H+, He2+, Li3+ etc.), im Grunde genommen also wären nur die nackten Kerne vorhanden. Moleküle ohne Elektronen können keine gemacht werden, da für Bindungen ja explizit Elektronen gebraucht werden.
May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Def VdW-Kraft 1 (ZMK-11)Wie entsteht die Van-der-Waals-Kraft? Im folgenden auch nur kurz VdW-Kraft genannt.
#3221
Lösung: Alle (neutrale) Atome sowie Moleküle sind von Elektronen umgeben. Diese negativ geladenen Elektronen umkreisen (im klassischen Sinne) den positiv geladenen Kern. Da die Elektronen asymmetrisch verteilt sind ergeben sich kurzfristige Dipole, da die negative und positive Ladung sich geometrisch gesehen nicht komplett aufheben. Diese kurzfristigen Dipole beeinflussen (induzieren) weitere Atome resp. Moleküle.
Grob kann folgendes gesagt werden: je mehr Elektronen vorhanden sind umso grösser ist auch die VdW-Kraft.May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Stoff erhitzen (ZMK-06)Gefrorenes Wasser (-10℃ wird kontinuierlich erhitzt. Nachdem das Wasser den Siedepunkt erreicht hat wird Kochsalz hinzu gegeben, der Siedepunkt steigt noch ein wenig. Skizziere den Temperatur-Zeit-Verlauf und beschrifte die verschiedenen Bereiche.
#3219
Lösung: Die ganze Situation beginnt z.B. bei -10℃ Die zugeführte Wärme wird zuerst benötigt, um den Eiswürfel auf 0℃ zu erwärmen.
Bei 0℃ wird nun die zugeführte Wärme benötigt, um den Eiswürfel zu schmelzen. Zwischen 0℃ und 100℃ wird nun die zugeführte Wärme benötigt, um das flüssige Wasser zu erwärmen.
Ab 100℃ wird die zugeführte Wärme für das Überführen des Wasser vom flüssigen in den gasförmigen Zustand.
Wird nun jedoch noch Kochsalz hinzugefügt, so siedet die Salzwassermischung nun bei mehr als 100℃ dies aufgrund der zusätzlichen Bindungen/Anziehungen zwischen den Kochsalzteilchen (Ionen) und dem polaren Wasser (Ion-Dipol-Wechselwirkungen)Skizze [hier] als pdf
May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Was heisst sieden (verdampfen), Teilchenebene (ZMK-05)Wenn eine Substanz siedet, verdampft … was heisst dies eigentlich auf Teilchenebene?
#3217
Lösung: Beim Verdampfen verliert ein Molekül (oder auch Atom) den Kontakt zu den anderen Teilchen. Die Kräfte zwischen dem Molekülen sind zu klein, um die Bewegungsenergie (aufgrund der Temperatur) zu kompensieren. Somit verlässt das Teilchen den restlichen Verband.
Achtung … gefährlicher Mix zweier Ausdrücke: ZMK (Kraft) und Energie.
Zudem: Ein einzelnes Teilchen kann also nicht 'sieden'
Lösung: a) fest → flüssig: schmelzen
b) flüssig → fest: erstarren
c) flüssig → gasförmig: verdampfen
d) gasförmig → flüssig: kondensieren
e) fest → gasförmig: sublimieren
f) gasförmig → fest: resublimieren
Lösung: Aggregatzustände sind nichts anderes als die 'Beschaffenheit' eines Stoffes bei einer bestimmten Temperatur sowie eines bestimmten Druckes. Dieser Beschaffenheit sagen wir im Alltag und auch in Labor fest, flüssig und gasförmig. Wieso etwas im jeweiligen Aggregatzustand vorliegt kann mit den zwischenmolekularen Kräften (ZMK) geklärt werden.
Lösung: Im Prinzip geht es darum, dass geguckt wird, ob und welche der ZMK's der betreffende Stoff machen kann. Je mehr (verschiedene) ZMK's gebildet werden können, desto höher liegt auch sein Schmelz- resp. Siedepunkt. Es kann aber nicht auf den absoluten ('konkrete Zahl') Schmelz- resp. Siedepunkt geschlossen werden. Es können nur Vergleiche zwischen den verschiedenen Stoffe gemacht werden
Lösung: Das Wort ZMK ist eine Abkürzung für den Begriff Zwischenmolekulare Kräfte. Beachte, dass es wie im Wort gesagt um die Kräfte zwischen den Molekülen geht und nicht um die Kräfte innerhalb eines Moleküls. Je stärker diese Kräfte zwischen zwei Molekülen ist, desto schwerer kann ein einzelnes Molekül die Gemeinschaft verlassen (z.B. also verdampfen).
Und umgekehrt kann gesagt werden, je schwächer die ZMKs sind, umso kleiner wäre z.B. der Schmelzpunkt oder Siedepunkt. Die ZMK's sind praktisch, um qualitativ eine grobe Abschätzung der Mischbarkeiten, Siedepunkte, Fliesseigenschaften etc. von Molekülen machen zu können.May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Kohlenstoff, diverse Eigenschaften (Atom-61)Fülle die Tabelle aus. Nutze dazu die folgenden Wörter und Angaben: keine, gut, schwarz, farblos, glänzend, schwer, leicht, durchsichtig, stark lichtbrechend, sehr hart, weich, 2.3 g/cm3, 3.5 g/cm3, ca. 3700℃ schmilzt nicht, Elektroden, Schmuck, Bohr- und Schleifwerkzeug, Schmiermittel, Bleistiftminen
Eigenschaft Diamant Graphit Aussehen Härte Spaltbarkeit elektrische Leitfähigkeit Dichte Schmelztemperatur Verwendung
#3207
Lösung: Eigenschaft Diamant Graphit Aussehen farblos / durchsichtig schwarz – glänzend Härte sehr hart weich Spaltbarkeit schwer leicht elektrische Leitfähigkeit keine gut Dichte 3.5 2.3 Schmelztemperatur schmilzt nicht 3700℃ Verwendung Schmuck, Bohren Schmiermittel, Elektroden, Bleistiftminen May 28, 2026 at 3:59 pm in reply to:Kohlenstoff, verschiedene Modifikationen (Atom-60)Im folgenden Text sollen die Lücken a) , b) , c) etc. sinnvoll gefüllt werden.
Im Diamantgitter ist jedes Kohlenstoffatom von a) weiteren Kohlenstoffatomen umgeben. Von jedem Atom gehen vier gleich lange b) aus. Daraus ergibt sich ein sehr regelmässiges stabiles Gitter. Die c) des Diamanten beruht darauf, dass alle Aussenelektronen eines Kohlenstoffatoms des Diamanten durch Atombindungen miteinander verbunden sind. Da alle vier Kohlenstoffatome an den Atombindungen beteiligt sind, leitet ein Diamant nicht den d) .
Das Graphitgitter besteht aus vielen übereinanderliegenden e) . Jedes Atom ist mit f) gleich weit entfernten Atomen verbunden. Die Bindungswinkel betragen g) . Von jedem Atom sind dadurch drei Aussenelektronen in Bindungen festgelegt. Das vierte Elektron ist ähnlich wie bei Metallen über die ganze Schicht beweglich. Dies erklärt die gute h) des Graphits. Der Abstand zwischen den verschiedenen Schichten beträgt etwa das Zweieinhalbfache des Abstandes zwischen Atomen derselben Schicht. Die Schichten lassen sich leicht gegeneinander i) , Graphit ist deshalb j) .
#3205
Lösung: - a) vier
- b) Atombindungen
- c) Härte
- d) elektrischen Strom
- e) Schichten
- f) drei
- g) 120 Grad
- h) elektrische Leitfähigkeit
- i) verschieben
- j) weich
Lösung: .. siehe Antwort zur ähnlichen Frage unter Atombau, Polarität bestimmen
Lösung: Im ersten Schritt geht es darum, das Molekül korrekt zu zeichnen, inklusive Bindungswinkel. Danach wird jede Bindung einzeln betrachtet und aufgrund der EN-Werte der beteiligten Atom die Polaritätsrichtung entschieden. Dies indem vom elektropositiveren Atom zum elektronegativeren Atom die Polaritätsrichtung definiert sei. Im dritten Schritt werden die gezeichneten Pfeile ('Vektoren') addiert. Ergibt eine resultierende Kraft, so weist das Molekül einen (permanenten) Dipol auf. Oder auch anders gesagt: es ist polar. Als Vereinfachung gelte, dass C-H Bindungen üblicherweise für die Entscheidung nicht hinzu gezogen werden müssen, da die EN-Werte der C resp. H-Atome praktisch identisch sind.
AuthorPosts